An Halloween ziehen sie nun also – verteilt über das ganze Land – zu Zehntausenden durch die Straßen, um ihrem Unmut Luft zu machen: In über 30 Städten bundesweit protestieren – teils direkt angemeldet durch das Bündnis „Gen Z regelt“ – überwiegend Schüler und Studenten für „mehr Geld für Schulen“, gegen hohe Lebenshaltungskosten, die drohende Wehrpflicht und generell gegen eine Politik, die die Perspektive der jungen Generationen häufig unter den Tisch fallen lässt.

So weit, so verständlich! Leider steht zu befürchten, dass – ganz nach französischem Vorbild der letzten Wochen – hier und da auch von auf Krawall gebürsteten Minderheiten ganz handfest mit dem einen oder anderen Stein oder gar Molotowcocktail in der Hand – gegen „das System“, ergo den bösen bösen „Kapitalismus“ zu Felde gezogen werden könnte: Linksextremisten und überwiegend bildungsferne „Migrantifa“-Anhänger zeigen bei solchen Gelegenheiten ja gerne ihre Bereitschaft zur Gewaltausübung und sinnlos anmutender Zerstörungslust!
Hoffen wir also, dass die Demonstrationen des 31.10. (und darüber hinaus?) i.d. Regel friedlich verlaufen und den Forderungen der jungen Menschen medial wie politisch breites Gehör geschenkt wird!
Und da stellen sich dann auch sogleich die ersten Fragen: Die auf der Veranstalter-Website hinterlegte Forderung nach „Geld für Schulen“ klingt halt nur auf den ersten Blick vernünftig. So lapidar sie eben daherkommt, so muss dann jedoch die Rückfrage erlaubt sein: Wofür genau soll dieses Geld denn nun eingesetzt werden? Für vorzeigbare Schultoiletten und dichte Gebäudedächer ohne Zweifel (abgesehen davon, dass es auch Lehranstalten geben soll, in denen Teile der eigenen Schülerschaft ihre Klos vandalisierend unbrauchbar machen!) – die pädagogische Konzeption sollte schon zumindest in Ansätzen umrissen werden!
Hier wäre von verantwortungsbewussten Zeitgenossen zu erwarten, endlich auch in Sachen Digitalisierung nicht länger dem Zeitgeist hinterherzujagen und einzufordern, dass alle Entwicklungen, die ein IN DIE TIEFE GEHENDES KRITISCHES (NACH-)DENKEN erschweren oder gar verhindern, zu unterbinden seien!
Ergo: Höchstens ein äußerst maßvoller Einsatz digitaler Tools im Unterricht – und keinesfalls eine Durchdigitalisierung selbnst frühkindlicher Bildungsbereiche in Kitas und Grundschulen!
Die Positionen des Augsburger Schulpädagogik-Profs Klaus Zierer seien hier ausdrücklich positiv hervorgehoben! Es darf nicht sein, dass Jugendliche selbst an Mindestanforderungen hinsichtlich ihrer Lese-, Rechtschreib- und Rechenkompetenz zunehmend scheitern (die jüngste Runde der PISA-Vergleichsstudie lässt grüßen!).
Des Weiteren sei hinzugefügt, dass ebenfalls nicht „DIE SCHULE“ allein alle Probleme junger Menschen wird lösen können, wie einige Zeitgenossen anzunehmen scheinen – zumal die Rolle der Elternhäuser regelmäßig außer Betrachtung bleibt. Wer seinen Kindern nicht einmal im jungen Alter aus Büchern vorliest, den Wert der Wissenschaft näherbringt, geschweige denn mit ihnen tiefsinnige Gespräche führt und ihnen aufmerksam zuhört, braucht den Mund an dieser Stelle wirklich nicht allzu voll nehmen!
Die nächsten Monate werden zeigen, in welche Richtung sich die Initiative „Gen Z regelt“ entwickeln wird – bleibt sie ein kurzes Strohfeuer ohne langfristige Relevanz, radikalisiert sie sich gar durch linksextreme Unterwanderung oder geschieht etwas heute noch völlig Unvorhersehbares?
Und auch die deutsche Bildunsgpolitik sollte endlich anfangen, aus ihren Bullerbü-Träumereien von der schönen heilen digitalen Lernwelt aufzuwachen! Dies bleibt sie den jungen Menschen schuldig, die schon viel zu lange bildungsreformerischem Bullshit wie „Schreiben nach Gehör“ oder monatelangen corona-panischen Schulschließungen ausgeliefert waren!
















































