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Deutsche Debattenkultur von Stickoxid vernebelt: Empörialistisches Drehen an der Ökoschraube feiert Hochkonjunktur

Dezember 30, 2018

Ich gebe es unumwunden zu: Ja, ich gehöre zu denjenigen, die man mit Fug und Recht als passionierte Radler bezeichnen kann. Bis auf den heutigen Tag bin ich mit meinen mittlerweile auch schon 44 Jahren noch nie im Besitz eines automobilen fahrbaren Untersatzes gewesen.

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Abgesehen von einem leider verunglückten mehrmonatigen Versuch mit einer Uralt-Vespa vor mehr als 20 Jahren hatte ich eben kein Bedürfnis nach Erwerb eines motorisierten Fortbewegungsmittels. Mehr noch: Beim Anblick eines protzigen SUVs („Möchtegernpanzer“) oder eines anderen PS-starken Gefährts überkommt mich der schiere Brechreiz ob der vermuteten saturierten Lebensweise des jeweiligen Fahrers!

Mit anderen Worten: Ich bin ein fundamentalistischer Öko, Vollblut-Grünen-Wähler und womöglich auch noch Greenpeace-Spender… könnte man meinen. Doch nichts von alldem trifft wirklich zu! Bereits während meines Studiums vor über zehn Jahren wurde mir durch die aufklärerischen Bücher des Autorengespanns Dirk Maxeiner und Michael Miersch sowie durch Walter Krämers und Gerald Mackenthuns „Die Panik Macher“ klar, wie hochgradig ideologisiert die Weltanschauung zahlloser Umweltbewegter (nicht nur) in diesem Land aussieht.

Und so habe ich es mit großer Genugtuung zur Kenntnis genommen, als sich nach „anschwellendem Bocksgesang“ im Zuge des sogenannten Diesel-Skandals und diverser per Gerichtsbeschluss anberaumter Dieselfahrverbote in mehreren deutschen Städten mit dem Lungenfacharzt Dieter Köhler eine Stimme der Vernunft erhob: Zumindest scheint es mir als Laie plausibel, wenn Köhler die entsprechenden Studien zur Stickoxidbelastung für mindestens einseitig interpretiert erklärt, da zahlreiche maßgebliche Einflussfaktoren auf die Lebensdauer der Anwohner belasteter Stadtviertel wie Tabak- und Alkoholkonsum sowie Bewegungsmangel nicht hinreichend berücksichtigt worden seien. (Ein längeres SWR-Interview mit Köhler findet sich übrigens hier.)

Ein Thema, dem sich neben anderen Prachtexemplaren aus dem Jutebeutel berufsökologistischen Irrsinns übrigens auch der Großmeister des politischen Kabaretts, Dieter Nuhr, in seinem aktuellen Jahresrückblick annimmt.
Aufklärung kann ja so wunderbar zwerchfellerschütternd wirken – wenn einem nicht das Lachen ob der realen Idiotie in Gesellschaft und Politik oft im Halse stecken bleiben würde…

In einen größeren Zusammenhang stellt das Debattenmagazin „Cicero“ die Thematik, wenn Wolfgang Bok dort die Attacken gegen die deutsche Automobilindustrie, die Stromkonzerne, Banken etc. mit ihren ökonomisch desaströsen Auswirkungen für das bundesdeutsche Wohlstandsniveau konfrontiert.

Der Autor schreibt vermutlich wohl vergeblich gegen das hierzulande schon länger zu beobachtende „Überdrehen der Ökoschraube“ an – man denke an die jahrelangen Hetzkampagnen gegen die zivile Nutzung der Kernenergie oder die Pflanzengentechnik.

Und auch für emanzipatorische Kritiker eines politischen Islams sowie der real existierenden Migrationspolitk (die häufig völlig naiv auf zur religiösen Intoleranz indoktrinierte Muslime reagiert) lässt 2019 wohl keine wirkliche Hoffnung grünen. Spricht doch vieles dafür, dass das inflationäre, da völlig undifferenzierte In-die-rechte-Ecke-Stellen als neuer Volkssport seine unrühmliche Fortsetzung finden dürfte…

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