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Skandal im politisch korrekten Sperrbezirk? Zum rationalen Umgang mit der „Angst für Deutschland“ (AfD) im Bundestag

September 28, 2017

Nun ist der Alptraum eines jeden humanistisch Gesinnten tatsächlich Realität geworden: Die sogenannte Alternative für Deutschland (besser: Angst für Deutschland) hat mit 12,6 % aller abgegebenen gültigen Wählerstimmen den Einzug in den Deutschen Bundestag geschafft.

Auch wenn ich diese Tatsache für mehr als besorgniserregend halte, so stellt sie jedoch wahrhaftig keinen Weltuntergang dar. Vielmehr sollten sich die etablierten Parteien ins Stammbuch schreiben lassen, dass erst ihre Appeasement-Politik gegenüber dem Scharia-Islam des Zentralrats, Islamrats, von DITIB und VIKZ derart viele Wähler in die Arme der Rechtspopulisten treiben konnte. Wirklich ein Armutszeugnis für den hiesigen politischen Diskurs, dass Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung noch immer einer der einsamen Rufer in der Wüste zu sein scheint, die derartige Klarsicht an den Tag legen.

Und natürlich haben auch große Teile der hiesigen Medienlandschaft nicht unmaßgeblich dazu beigetragen, die AfD erst wirklich hochzuschreiben, was mittlerweile sogar das Urgestein der Öko-Ideologen von Bündnis 90/Die Grünen, Hans-Christian Ströbele, erkannt hat, wenn er kritisiert, die Medien sollten nicht jeden „Furz eines AfDlers“ „wochenlang“ breittreten.
Aber vielleicht ist ja in Zukunft tatsächlich mehr mediale Selbstkritik zu erwarten, schließlich wird sich demnächst sogar der ZDF-Fernsehrat mit dem Umgang des eigenen Senders hinsichtlich der Rechtspopulisten beschäftigen.

Mich erinnert das hyperventilierende Verhalten linksliberaler Medien wie der Polit-Konkurrenz der AfD doch sehr an jene „Mechanismen der Skandalisierung“, über die der Mainzer Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger sein gleichnamiges Werk verfasste:
Um ein klares Feindbild zu konstruieren muss der Gegner gnadenlos und ohne jeden Anflug von Differenzierung moralisch erledigt werden. In der Regel verläuft ein solcher Prozess derart subtil, dass die Rezipienten dies überhaupt nicht bemerken: Häufig wird nämlich ein wahrer Kern (z. B. das ethisch fragwürdige Verhalten, häufig eines Prominenten) erst durch eine Flut von moralisch synchronen Medienbeiträgen zu einem Skandal aufgebläht: Redakteur X schreibt womöglich auch noch von Redakteur Y von der Konkurrenz ab (auch dessen inhaltliche Fehler!), und schon rauscht der Blätterwald und brüllt der TV-Zirkus unisono dank des erzeugten Gruppendrucks einhellig: „Unfassbar, weg mit diesem Politiker!“ / „Zerrt diesen Konzern vor den Kadi!“ / „Alle AKWs sofort abschalten!“

Allerdings wird sich die AfD keineswegs so einfach „abschalten“, sprich verbieten lassen, wie das wohl so mancher linksliberale Kampfjournalist oder Antifa-Aktivist wünschen mag! Die Gründe dafür hat Michael Schmidt-Salomon wie oben beschrieben klar dargelegt.
Merkels gleich nach der Wahl verkündetes „Weiter so!“ (siehe 7.Absatz des Artikels) lässt hingegen nichts Gutes erahnen…