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70 Jahren Grundgesetz und das massenhaft missachtete Selbstbestimmungsrecht muslimischer junger Frauen

Mai 30, 2019

Mit großem Tamtam feierte die staatstragende Funktionärselite in Berlin und Karlsruhe den 23. Mai und mit ihm den 70. Jahrestag des Bestehens des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.

Eine vortreffliche Gelegenheit also für legalistisch-islamistische Wölfe im Schafspelz, eine der ihren wieder einmal als Repräsentantin eines ach so fried- und toleranzvernarrten Islam in Stellung zu bringen:

So geschehen an besagtem 23.05., als auf Einladung der Gesellschaft für Freiheitsrechte, der Bundeszentrale für politische Bildung sowie der Allianz Kulturstiftung die dem Dunstkreis der Muslimbrüder zugerechnete Aktivistin Kübra Gümüsay ihre Aufwartung machen durfte. Oder wie die – Achtung, Rechtspopulismus – Achse des Guten dazu schreibt:

„Es bleibt mehr als fraglich, was eine Person, die islampolitische, queer-, frauen- und minderheiten-feindliche Strukturen der Milli Görüş durch aktive, interne Teilnahme unterstützt, auf den Feierlichkeiten zum Grundgesetz zu suchen hat.“

Die gute alte Tante Grundgesetz übrigens, welche in Art. 2 klipp und klar festhält:
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Für mich als Studienrat an einer Kaufmännischen Schule mit hohem Migrantenanteil wird dagegen immer mal wieder ersichtlich, dass sogar ein Kratzen an der Oberfläche genügt, um zu erkennen, in welch eklatantem Ausmaß viele muslimische Eltern eben jenes Selbstbestimmungsrecht hauptsächlich ihrer Töchter zu beschneiden trachten – wie ich fürchte, fast immer erfolgreich:
Auch wenn es nicht sehr häufig vorkommt, aber gelegentlich bekomme ich – sei es durch entsprechende Schülerinnen oder andere Kolleg*innen – zugetragen, dass es für diese jungen Frauen absolut unvorstellbar ist, nach dem Abitur zum Zwecke des Studiums oder einer Ausbildung eine eigene Wohnung oder ein WG-Zimmer zu beziehen. Das betrifft beileibe nicht nur Kopftuchträgerinnen! Die Frauen haben gefälligst so lange in der elterlichen Wohnung zu verbleiben, bis ein geeigneter Ehemann gefunden ist – wer in der „genetischen Lotterie“ oder aus anderweitigen zufallsbedingten Gründen eben weniger Glück hat, guckt in die Röhre, sprich: ist zur sexuellen Abstinenz verdammt. In einigen Fällen finden sich auch während der gemeinsamen Schulzeit Pärchen – wohlgemerkt: beide Muslime, jedenfalls soweit mir bekannt -, deren Verbindung allerdings von Seiten der Eltern unerwünscht ist. Die Folge: ein elendes Versteckspiel vor der eigenen Verwandtschaft, dem viele Beziehungen sicher auf Dauer nicht gewachsen sein dürften!

Eigentlich müsste jedem muslimischen Mädchen bei Aufnahme in unsere Schule – oder besser noch: bereits in der Mittelstufe nach Erreichen der Religionsmündigkeit mit 14 Jahren – das Buch „Der Islam braucht eine sexuelle Revolution“ der Rechtsanwältin und feministischen Imamin Seyran Ates als Willkommensgeschenk überreicht werden.
Aber das ist und bleibt in einem Land, in dem weder die Trennung von Religion und Staat noch die erforderliche scharfe Zurückweisung des politischen Islams seitens maßgeblicher Regierungsstellen vollzogen ist, eine völlige Utopie!

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